Archiv für die Kategorie ‘Literarische Seminare’

Kalendernotiz für September bis Dezember

Samstag, 01. September 2018

Das neue Programm ist da. Sie finden es hier…

12.10.2018, 18.00 Uhr, Galerie am Domhof: Auszeichnungsveranstaltung zum 11. Literaturwettbewerb „Heimat und Fremde“ mit musikalischer Begleitung der Gruppe „Kaiman“.

13.10.2018, 13.00–16.00 Uhr:: Workshop mit Christian Gesellmann (Vorherige Anmeldung erforderlich bis 15.09.2018 via moha[at]web.de!)

11.12.2018, 17.00 Uhr, Galerie am Domhof:: Drei Wünsche frei… vorweihnachtliche Zusammenkunft aller Gruppen. (Ein verpacktes Buch für das Literaturwichteln erbeten.)

Zitate des Monats

Donnerstag, 01. Mai 2014

Aus Anlass der Literaturreise nach Carwitz vom 16. bis zum 18. Mai 2014 ein Brief Falladas an seinen Sohn vom 19. Januar 1943:

Lieber Uli,

schönen Dank für Deine Karte. Ich war unterdes ein paar Tage in Berlin. E.O.Plauen, den Du vielleicht aus dem Reich kennst, hat für den Buchdeckel meines neuen Buches ein paar reizende Karrikaturen von mir gemacht: Dein Vater sieht darauf wie ein richtiger Clown aus! Aber es gefällt ihm wie Deiner Mutter gut. Auch sonst waren diese Berliner Tage ertragreich für mich: ich habe einen Abschluss mit der „Woche“ auf einen Roman gemacht, an dessen Niederschrift ich heute gehen will, sobald dieser Brief fertig und meine Bude oben einigermaßen warm ist. Sonst hat sich nichts Neues ereignet: nur, die Gänse von Frentzens beschnattern jetzt unsern Hof und erregen wieder einmal den Neid von ganz Carwitz. Deiner Mutter wie dem Bruder Achim geht es gut.

Herzliche Grüße Deines Vaters

Aus Anlass der Exkursion am 3. Mai 2014 auf den Spuren Reiner Kunzes in Oelsnitz ein Gedicht:

Zugfahrt
Der eine wird noch eine zeitlang / weiterleben müssen
Am schlimmsten wird es sein / in zügen
Zwischen zielen / ohne liebe

Veranstaltungshinweise zum “Kind des Astronauten”

Dienstag, 19. April 2011

Die Schreibwerkstatt

Der Astronaut fliegt. Wer und was bleibt auf der Erde zurück? Und was erlebt der Astronaut in den fernen Welten? Sind es andere Orte und andere Zeiten? Welche persönlichen Visionen nimmt der Astronaut mit auf seinen Flug? Welche gesellschaftlichen Utopien?

Mittwoch, den 27. April 2011; 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr
in der Galerie am Domhof, Zwickau

Für Kinder und Erwachsene

Der Hörspielworkshop

26. bis 29. April 2011 ; jeweils 9.30 Uhr bis 13.30 Uhr
im Alten Gasometer (Kleine Biergasse 3, Zwickau)

Für Kinder zwischen 9 und 13 Jahren
(Unkosten: 15,00 Euro)

Aus dem Projekt: Firas Geschichte

Der Geist, das Portal und ich

Eines Tages lebte ich mit meiner Familie in Deutschland. Ich war bereits zwanzig Jahre alt. Hin und wieder gab es auch mal sehr schlechte Zeiten. Aber die meisten waren schön.
Der 23. August, war der Tag, der mein Leben verändert hat.

Heute ist der 22. August und ich hatte ein schlechtes Gefühl, als ich ins Bett ging. Mein größter Wunsch ist es, mal meine Zukunft zu sehen. In dieser Nacht passierte es. Irgendein komischer Geist kam mir zu Augen. Er hat mich mit seiner fürchterlichen und quietschenden Stimme in nicht einmal fünf Sekunden wach bekommen. Es war so quietschend, dass es mich ganz verwirrte und ich nicht mal mehr reden konnte.

Ich drehte mich fünfmal und dann kam ein merkwürdiges Portal vor mein Bett. Als es erschien, schlug der Glockenturm genau zwölf Uhr. Das war merkwürdig. Es leuchtete in allen Farben, die es gab. Da tauchte der Geist wieder auf und schubste mich in das Portal. Ich flog ungefähr zwei Kilometer in die Tiefe, bis ich auf einem Kissen landete. Wenn ich nach unten schaue, sehe ich mich als Teenager.
In diesem Moment tauchte der Geist wieder auf und trug mich zum nächsten Kissen. Hier war ich schon dreißig Jahre alt. Ich bin wie nicht mehr in Deutschland. Wenn ich mich nicht irre, bin ich hier auf den Bahamas. Ich fragte mich, wie sich das in Wirklichkeit ergeben wird. Da sah ich, dass ich dort im Urlaub war.

Danach wollte ich in meine richtige Heimat zurück, die aber auch nicht Deutschland war, sondern die Vereinigten Staaten von Amerika (USA). Es war Hollywood in Los Angeles. Da fragte ich mich, wo ich das ganze Geld herhatte. Weil – ich war nicht der Beste in der Schule und meine Familie war zwar nicht arm, aber wir waren nicht die reichsten.

Da kam der Geist wieder und trug mich einfach in meine Zeit der 11. Klasse. Aber wie kann das sein? Die Realschule geht doch nur bis zur 10. Klasse? Also – ich war auf dem Gymnasium. Ich verstand nur noch Bahnhof.

Da bat ich den Geist, mich in die 4. Klasse zu bringen, damit ich weiß, wie ich es aufs Gymnasium geschafft hatte. Auf einmal fand ich heraus, dass mein bester Freund Tom mich da mit rein gebracht hatte. Er sagte: „Lasst meinen Freund mit aufs Gymnasium! Er hat es verdient.“
Da war ich begeistert.

Plötzlich lag ich wieder in meinem Bett, als zehn Jahre alter Junge. Mein Traum hat sich erfüllt. Ich dachte, mein Leben wird eine Tragödie. Aber der Geist hat mir meine Lebenslust wiedergegeben. Ich dachte, er wäre fies, obwohl er mir nur helfen wollte. Ich danke ihm von ganzem Herzen. Mein Freund Tom wird für mich immer ein Held bleiben. Er hat sich nur für mich eingesetzt, damit ich ein schönes Leben führe. Das hätte ich nicht erwartet, dass er so etwas macht.