Zitat des Monats

28. Dezember 2017

„Die Kellnerinnen baden in der Sonne wie eine Herde gehäuteter Robben, ihre rosigbraunen Körper glänzen vom Öl.“

„Am 13.November, dem Tag des Unheils, im Monat der Toten, ging Kat in das Toronto General Hospital,
um sich operieren zu lassen.“

„Wie ist Selena hierher gekommen? Das ist die Frage, die sich Richard gewöhnlich stellt…“

„Julie machte mit Connor mitten in einem Sumpf Schluss.“

„Jetzt, da die Jungen erwachsen sind und Rob tot ist, hat Lois eine Eigentumswohnung in einem der neueren Wohngebiete am Wasser bezogen.“

„Als sie fast fünf war, machte Susanna einen Stepptanz auf einer Käsekiste.“

„Ich nehme zu. Ich werde nicht dicker, nur schwerer.“

(Textanfänge aus: Margaret Atwood „Tipps für die Wildnis. Erzählungen“)

Kalendernotiz für Januar und Februar

28. Dezember 2017

Das neue Programm ist da. Sie finden es hier…

Vormerken: Am 1. Januar 2018 beginnt die Ausschreibung des nächsten Literaturwettbewerbs Heimat und Fremde. (Einreichschluss: 31. Mai 2018).

Zitat des Monats

02. September 2017

„DAS HIER SCHREIBE ICH AUS ANGST. Aus Angst vor dem fließenden Übergang. Davor, gar nicht gemerkt zu haben, erwachsen geworden zu sein. Ohne Initiation, ohne Reifeprüfung einfach durchgerutscht bis zur Dreißig. Alle Abschlüsse gemacht, alle Termine eingehalten, viel gelächelt, wenig geweint, ein bisschen geweint, aber vor allem gelächelt. Auf viele Züge aufgesprungen, kurz mitgefahren, dann wieder die Richtung gewechselt. Ich war schon weit weg, kenne mich aus in der Welt, habe mit vielen gesprochen, eine Menge Bilder gesehen, Stimmen gehört, stand hier und da auch im Wind, aber was mir wirklich etwas bedeutet, woran ich glaube, kann ich nicht sagen. Wohin ich will schon: Immer weiter nach oben – die Leiter ist lang.“

(Aus: Simon Strauß „Sieben Nächte“)